Hypothekenzins auf historischem Tiefststand

Immobilienbesitzer und diejenigen, die in naher Zukunft beabsichtigen eine Immobilie zu erwerben dürfen sich freuen. Denn der Hypothekarzins in der Schweiz ist in den letzten Jahren immer weiter gesunken und verharrt momentan auf einem historischen Tiefststand. Dies hat das unlängst veröffentlichte Hypothekenbarometer des Vergleichsdienstes Comparis ergeben.

Es zeigte sich bei der Untersuchung, dass die Zinsen für eine zehnjährige Zinsbindung im Schnitt bei 2,1 % gegenüber dem Vorquartal unverändert geblieben sind. Gleiches gilt für eine einjährige Zinsfestschreibung, die im Schnitt für 1,4 % angeboten wird, sowie variable Zinsmodelle mit einem Zinssatz von 2,7 %. Für Kunden also eine gute Nachricht, denn Finanzierungen sind weiterhin günstig zu bekommen.

Wer jetzt allerdings auf weiter sinkende Zinsen setzt, der sollte gewarnt sein. Allgemein wird in der Zukunft kein weiteres Absinken des Zinsniveaus erwartet, so dass Bauherren und alldiejenigen die jetzt umschulden möchten die Gunst der Stunde nutzen sollten. Zusätzlich beobachten die Banken aber ein anderes Phänomen, denn immer mehr Schuldner wollen sich die günstigen Zinsen möglichst lange sichern. Der Anteil nach Hypothekardarlehen mit einer langfristigen Zinsbindung ist bis Ende 2011 auf 68 % des gesamten angefragten Finanzierungsvolumens gestiegen und hat im dritten Quartal 2012 einen Wert von 82 % erreicht.

Mittelfristig gehen Experten von einer Seitwärtsbewegung bei den Hypothekarzinsen aus, so dass auch diejenigen, die in der Vergangenheit teure Darlehen aufgenommen haben, auch mit einer Entlastung bei einer späteren Umschuldung rechnen dürfen.

Der Grund für die niedrigen Zinsen ist in der Geldpolitik der Schweizer Nationalbank zu suchen. Diese ist aktuell bemüht den Kurs des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro zu schwächen. Damit bleibt der Franken für Investoren unattraktiv und die Zinsen verharren auf einem niedrigen Niveau. Vor dem Hintergrund der europäischen Finanzkrise ist deshalb auch nicht zu erwarten, dass die Zinsen in den kommenden Jahren erneut massiv steigen werden. Für Hausbesitzer eine gute Nachricht.