Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen

Der große Anstieg der Arbeitslosenquote ist in der Schweiz auf den ersten Blick ausgeblieben, denn die Quote stagniert trotz eines leichten Anstiegs der Zahl der Arbeitslosen um 524 auf 120‘347 Personen bei 2,8 Prozent. Und trotzdem mahnt schon dieser vermeintlich kleine Anstieg zur Vorsicht.

Vor allem hinsichtlich des Anstiegs der Preise um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist schon dieser zunächst marginal wirkende Unterschied als nicht unbedenklich einzustufen. Denn auf ein Jahr gerechnet würde die Arbeitslosigkeit damit um 8,1 Prozent zunehmen. Erklärt wird diese Entwicklung mit der Stagnation der Wirtschaftsentwicklung, sowie mit einer allgemeinen Herbstdepression der Wirtschaft, die den Arbeitsmarkt alljährlich befalle.

Zaghafter Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit

Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit kann nur als kleiner Teilerfolg gewertet werden. Denn mit dem Beginn des Lehrjahres verringerte sich zwar die Jugendarbeitslosigkeit um 1,1 Prozent, jedoch stieg die Jugendarbeitslosigkeit insgesamt doch um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an.

Regionale Differenzen

Alle Westschweizer Kantone und das Tessin lagen über dem Arbeitslosenquoten-Schnitt von 2,8 Prozent. Am besten Weg kommen dabei noch das Wallis (2,9%) und der Kanton Jura (3,0%). Neuenburg löst mit einer Quote von 4,8 Prozent den bisherigen Spitzenreiter Genf (4,7%) ab. Was die Deutschschweiz angeht, so waren Basel und Zürich die einzigen Kantone, die über dem Landesdurchschnitt von 2,8 Prozent lagen.

Die Prognose für 2013 sieht keineswegs positiv aus. So wird schon jetzt damit gerechnet, dass die Zahl der Erwerbslosen um 15‘000 Personen steigen wird und somit die Arbeitslosenquote 2013 bei 3,3% liegen wird. Einzig positiv wurde festgestellt, dass diejenigen, die eine Arbeitsstelle haben, im Vergleich zum Vorjahr immer weniger in Kurzarbeit arbeiten. Hier liegt der Rückgang bei 41 Prozent.