Autohandel in der Schweiz

In Europa spiegelt sich die wirtschaftliche Situation vieler Länder auch in den Verkaufszahlen bei den Autos wider. Gerade in den südlichen Krisenstaaten ist ein deutlicher Rückgang zu vermelden. Nicht so in der Schweiz: Hier rechnet die Importeursvereinigung Auto Schweiz mit einer Stabilität beim Absatz für 2012 und auch 2013, weil die Eidgenossenschaft nach wie vor wirtschaftlich den südlichen Flautenländern deutlich überlegen ist.

2012 – Das Jahr der günstigen Jungwagen

Im internationalen Vergleich sieht es bei der Marktsituation in der Schweiz nicht anders aus, als in den Nachbarländern Deutschland oder Österreich. Konkret werden die Händler hierzulande 2012 rund 300.000 Fahrzeuge absetzen. Diese Statistik wurde jedoch dadurch etwas verwässert, das aufgrund des Inkrafttretens des revidierten CO2-Gesetzes viele Autos vorsorglich immatrikuliert wurden, um nicht aufgrund der hohen Emissionen verteuert auf den Markt zu kommen. Deshalb sind aktuell viele extrem preiswerte Gebrauchtwagen bei den Händlern erhältlich. Das sorgt dafür, dass man als Käufer im Augenblick aus einem riesigen Angebot an Autos auswählen kann. Besonders die von der CO2-Massnahme betroffenen Jungwagen sollte man deshalb ins Auge fassen, wenn eine Neuanschaffung geplant ist. Außerdem gibt es von zahlreichen Herstellern attraktive Angebote bei Individualbestellungen, mit denen man ein Auto verkaufen will, das sonst für den Kunden womöglich nicht so attraktiv wäre.

Die beliebtesten Modelle der Schweizer

Wer als Schweizer Händler ein Auto verkaufen will, wird vor allem in der Kompakt- und Kleinwagenklasse erfolgreich sein, denn hier werden stets am meisten Modelle abgesetzt. Gerade der VW Golf und der Skoda Octavia sind hier mit Abstand die Bestseller. Insgesamt greifen die Schweizer sehr gerne zu PKWs aus dem Volkswagen-Konzern, der ja mit den Marken VW, Audi und Skoda jede Menge interessante Modelle anbietet.

Der Wandel bei den Autohändlern

Ein Auto verkaufen zu können, ist heute aber für die Schweizer Händler nicht mehr genug, denn die Gewinnmargen sind niedrig und die Konkurrenz groß. Außerdem steigt die Zahl der direkt importieren Fahrzeuge. Deshalb steht das Thema Service in der Werkstättenbranche immer mehr im Mittelpunkt. Mit attraktiven Preise und Leistungen bindet man nicht nur die Kunden an sich, sondern kann auch einen guten Ruf im Einzugsgebiet erwerben. Der ist mehr wert als jede Anzeige, die man in einer Zeitung schaltet.